Vision Rheinstadt
Performance / Theater / Stadtentwicklung

Ein professionell geführtes Gerichtsverfahren: Die Auflösung aller Vorarlberger Rheintalgemeinden und die Gründung einer neuen gemeinsamen Stadt. Ein Prozess mit den besten Argumenten. Das Publikum stimmt zum Schluss ab. Ein brechend voller Saal mit Bürgermeistern, Regionalpolitikern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Das Thema wird seit Jahren in Vorarlberg heiß diskutiert. Traum oder Albtraum? Eine gemeinsame Stadt mit 250.000 Einwohnern? Eine Verwaltung statt 29 selbständiger Gemeinden? Die besten Pro- und Kontra-Argumente.

Eine Debatte mit Experten wie den Alt-Bürgermeistern Wolfgang Rümmele und Josef Mathis, Architekt Hugo Dworzak, den Stadt- und Raumplanerinnen Sybilla Zech und Maren Peter oder dem Regionalentwicklungsexperten Architekt Roland Gruber. Kommentiert von dem Pianisten David Helbock, domptiert von Richter Dr. Wolfgang Muther.

Das Urteil fällte das Publikum in der Rolle der Geschworenen. (Überraschung: Gemeindezusammenlegung und Stadtgründung!) Eine komplexe rund 2stündige Dramaturgie mit Pecha-Kucha-Elementen, Plädoyers, Kreuzverhören, musikalischen Zusammenfassungen und einer Summ-Abstimmung des Publikums. Keine Probe, aber ein intuitiv wirkendes, dichtes Regelwerk im Hintergrund, das ein komplex-elegantes Zusammenspiel ermöglichte.

Das Schönste an diesem Abend war für uns: Ein Kulturformat ist in der Lage, eine Debatte, die politisch belastet, fast tabuisiert ist, so zu gestalten, dass spannend, sachkundig-hochqualitativ und humorvoll-versöhnlich darüber diskutiert werden kann.

Basiskonzeption: Hans-Joachim Gögl unter Mitarbeit aller Beteiligten Montforter Zwischentöne 2017